Leistungen im Bereich Betoninstandsetzung

BRÄUNING + PARTNER hat sich auf die Schadensanalyse und Instandsetzungsplanung spezialisiert und bearbeitet alle Projekte des Stahlbetonbaus. Seit 1990 erbringen wir Ingenieurleistungen als „sachkundiger Planer“ gemäß RiLi-SIB und gehören somit zu den Pionieren bei der Instandsetzungsplanung.

Bis zum heutigen Tag haben wir deutschlandweit über 270 Tiefgaragen und Parkhäuser untersucht. Bei über 70 Parkbauten führen wir jährliche Inspektionen durch und planen und überwachen die notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen.

Unser Tätigkeitsfeld erstreckt sich von der Schadensaufnahme und Bewertung des Ist-Zustands über die Beurteilung der vorhandenen Standsicherheit und Dauerhaftigkeit bis zur kompletten Ausschreibung und Überwachung der Instandsetzungsarbeiten.

Unsere gutachterliche Tätigkeit stützt sich neben der Kartierung visueller Befunde auf umfangreiche Untersuchungen vor Ort und im Labor. Dabei arbeiten wir eng mit verschiedenen Hochschulen und Materialprüfanstalten zusammen. Zur Beurteilung der Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit verwenden wir leistungsfähige Rechenprogramme. Wir weisen jedem Schadensbefund in Abhängigkeit von der geplanten Nutzung, von der Wirtschaftlichkeit und gegebenenfalls von den Vorgaben des Denkmalschutzes ein Sanierungsziel zu. Wir übernehmen die vollständige Leistung von der ausführungsreifen Detailplanung über die Ausschreibung bis zur Bauüberwachung und Qualitätssicherung der Instandsetzungsmaßnahme. Wir beraten Sie umfassend und unabhängig vor bzw. bei der Planung von Instandsetzungen. Dabei ist durch die Struktur unseres Ingenieurbüros eine fachübergreifende Beratung sichergestellt. Durch die Bündelung unserer Kompetenzen in der „Sachkundigen Planung“ gemäß RiLi-SIB, der Tragwerksplanung, der Koordination des Sicherheits- und Gesundheitsschutzes sowie der Bauleitung sind wir in der Lage, Ihre Instandsetzung ganzheitlich zu betrachten und für Sie wirtschaftlich und technisch die bestmögliche Lösung zu erarbeiten.

Bauwerksdiagnostik

  • Bestandsaufnahme vor Ort
  • Schadenskartierung und Schadensanalyse
  • Messtechnische Prüfungen
  • Laboranalysen
  • Fotodokumentation

Entwicklung eines Instandsetzungskonzeptes

  • Ermittlung der Schadensursache
  • Überprüfung statisch relevanter Bauteile
  • Beurteilung der Gebrauchsfähigkeit und ggf. Tragwerkssicherheit
  • Erstellung eines SOLL / IST Vergleiches

Instandsetzungs- und Ausführungsplanung

  • Entwicklung von wirtschaftlichen Instandsetzungskonzepten
  • Festlegung von Arbeitsverfahren und Materialsystemen
  • Detailplanung

Ausschreibung und Vergabe

  • Ausarbeitung von Baubeschreibungen, Vertragsbedingungen und Leistungsverzeichnissen
  • Auswahl von Fachunternehmern
  • Mitwirkung bei der Vergabe und Vertragsgestaltung

Bauüberwachung

  • Objektüberwachung und technische Betreuung
  • Prüfen der Ausführung auf Übereinstimmung mit der vertraglichen Leistung
  • Rechnungsprüfung
  • Abnahme der vertraglichen Leistung

Für die Schadens- und Bauwerksdiagnostik stehen uns zahlreiche Untersuchungsgeräte zur Verfügung:

  • Induktives Bewehrungssuchgerät
  • digitaler Betonprüfhammer nach Schmidt zur Feststellung von Betondruckfestigkeiten
  • Bohrmehlentnahmegerät zur Bestimmung des Chloridgehaltes im Beton
  • Gitterschnittprüfung
  • CM Messgerät
  • Thermohygrometer
  • Laserpyrometer
  • Langzeitdatensammler zur Klimaüberwachung
  • Nivelliergerät
  • Endoskop
  • Hygrometer
  • Bohrkernentnahmegerät
  • Nassfilm-Schichtdickenmesser zur Überprüfung von Anstrichen, Beschichtungen und Oberflächenschutzsystemen
  • Verschiedene chemische Untersuchungs- und Analysemittel

Die turnusmäßigen Inspektionen leisten daher einen sehr wichtigen Beitrag zum wirtschaftlichen Unterhalt des Bauwerks sowie zur Sicherstellung der Verkehrssicherheit, der Gebrauchstauglichkeit und der Dauerhaftigkeit. Die Ergebnisse der Inspektionen werden in einem Bericht zusammengefasst. Aus diesem lassen sich dann eventuell notwendige Arbeiten ablesen. Ziel ist daher, den wirtschaftlich sinnvollen Überarbeitungszeitpunkt zu erkennen und festzulegen.

Mit der Durchführung von regelmäßigen Inspektionen und den daraus resultierenden Instandhaltungsmaßnahmen wird die Lebensdauer eines Bauwerks entscheidend verlängert.

Betondeckung (Bewehrungsüberdeckung)

Die Alkalität des Betons schützt die Bewehrung vor Korrosion. Eine ausreichende Betondeckung ist bei Stahlbetonbauteilen erforderlich, um den notwendigen Verbund zwischen Beton und Bewehrung herzustellen. Weiterhin wird durch die Betondeckung der erforderliche Feuerwiderstand sichergestellt.

Karbonatisierung

Der Korrosionsschutz der Bewehrung wird durch die Alkalität des Betons sichergestellt, der den Baustahl umhüllt. Dabei bildet sich bei pH-Werten von ca. 13 auf der Stahloberfläche eine fest haftende Oxydschicht, die einen idealen Schutz vor Korrosion darstellt. Dringt jedoch im Laufe der Zeit CO2 über das Porensystem des Betons oder über Risse in den Beton ein, wandelt sich das Calciumhydroxid in Calciumcarbonat um. Die Alkalität des Betons verringert sich bei diesem chemischen Vorgang. Ist die Alkalität auf einen pH-Wert unter 9 abgesunken, wird die Bewehrung nicht mehr vor Korrosion geschützt. Bei ausreichender Feuchte im Beton kommt es nun zur Korrosion. Den von außen nach innen fortschreitenden Abbau der Alkalität bezeichnet man als Karbonatisierung.

Karbonatisierungsfront

Grenze, bis zu der die Karbonatisierung in den Beton vorgedrungen ist. Aufgrund der Inhomogenität des Betons schreitet die Karbonatisierungsfront nicht gleichmäßig in den Beton vor.

Chlorid

Chloride sind Salze. Bei Instandsetzungen an Parkhäusern und Tiefgaragen stammen die vorgefundenen Chloride im Allgemeinen von den im Winter benutzten Tausalzen (NaCl), die über den Verkehr (Radkästen) in die Bauwerke eingeschleppt werden und sich dort konzentrieren. Dringen Chloride zur Bewehrung vor, wird lokal die Passivschicht auf dem Stahl zerstört, es kommt zum Lochfraß.

Potentialfeldmessung

Mittels der Potentialfeldmessung können mögliche Korrosionsaktivitäten der Armierungsstähle sichtbar gemacht werden. Die Korrosion von Stahl im Beton ist ein elektrochemischer Prozess. Wenn die Stähle im Beton korrodieren, fließt ein kleiner Strom, welcher an der Betonoberfläche mit einer Elektrode messbar ist. Mit der Potentialmessung können korrodierende von nicht korrodierenden Stählen unterschieden werden. Stark negative Potentialbereiche deuten auf Korrosion hin.

RiLi-SIB

Richtlinie Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen des DAfStb (Deutscher Ausschuss für Stahlbeton), Ausgabe 2001. Die Richtlinie regelt Planung, Ausführung und Überwachung von Schutz- und Instandsetzungsarbeiten an Stahl- und Spannbetonkonstruktionen.

Wir beraten Sie gerne.