Instandsetzung der Tiefgarage „Nordring“, Nürnberg

Die Tiefgarage besitzt 1 Untergeschoss, das durch eine überdachte Rampe erschlossen wird. Auf dem ersten Untergeschoss ist ein Teilbereich als Parkdeck (Freideck ohne Überdachung) ausgebildet. Die restliche Dachfläche ist begrünt oder mit Wohn- und Geschäftsgebäuden überbaut. Die max. Abmessungen betragen ca. 67m x 110m.

In Teilbereichen mit geringeren Stützen- und Wandlasten wurde an Stützen- und Wandfüßen der chloridbelastete Beton mittels HDW abgetragen. Hierzu erhielten die Stützen Hilfsabstützungen. Die Abtragsflächen wurden mit Normalbeton nach DIN EN 206 reprofiliert.

In den Teilbereichen mit hohen Stützen- und Wandlasten wurden die Stützen- und Wandfüße mit einem kathodischen Korrosionschutz (KKS) nach DIN EN 12696 versehen. Bevor die Anoden des KKS-Systems angebracht wurden, wurde eine Untergrundvorbereitung durchgeführt und ggf. die Betondeckung erhöht. Die Anoden wurden mit einem leitfähigen Einbettmörtel abgedeckt.

Nach dem Austausch des chloridbelasteten Betons bzw. Einbetten der Anoden wurden vor den aufgehenden Bauteilen Gefällekeile mit ca. 50cm Breite und 5cm Höhe angeordnet. Die Gefällekeile sowie Wand- und Stützensockel bis 50cm über OK Bodenplatte wurden mit einem Oberflächenschutzsystem OS 8 versehen.

In den Doppelparkergruben wurden die Stützen- und Wandfüße sowie Teilbereiche der als tragend anzusehenden Bodenplatten mit einem kathodischen Korrosionschutz (KKS) nach DIN EN 12696 versehen. Bevor die Anoden des KKS-Systems angebracht wurden, wurde eine Untergrundvorbereitung durchgeführt und ggf. die Betondeckung erhöht. Die Anoden wurden mit einem leitfähigen Einbettmörtel abgedeckt. Die nicht mit einem KKS-System versehenen Bodenplatten der Doppelparkergruben erhielten ein OS-System.

Details zu diesem Projekt

Auftraggeber

Eigentümergemeinschaft

Daten

  • Instandsetzung: 2011 – 2015
  • ca. 4.300 m² Bodenfläche
  • 232 Stellplätze
  • Einbau von KKS

Leistungsumfang

Ingenieurleistungen gem. Instandsetzungsrichtlinie RiLi-SIB 2001 des DAfStb

  • Bestandsaufnahme
  • Konzeption
  • LV-Erstellung
  • Ausschreibung
  • Bauüberwachung
  • statische Betreuung während der gesamten Bauzeit

Umfang der Betoninstandsetzung

  • ca. 500 m² Oberflächenschutzsystem
  • ca. 3.000 m Anodenbänder
  • ca. 10 m³ HDW-Abtrag

Tiefgaragen und Parkhäuser gehören zu den Bauwerken,

die neben den mechanischen Beanspruchungen auch chemischen Angriffen in Folge von Tausalzen standhalten müssen. Da die daraus resultierenden Schäden meist sehr spät erkannt werden, ergeben sich oftmals aufwendige Instandsetzungen.

www.parkhaus-inspektionen.de

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